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Einbau-Neubau Mediathek, Wetzikon 2013

Aufgabenbeschrieb

Die zunehmende Bevölkerungszahl in Wetzikon schlägt sich auch auf die Infrastruktur nieder. In diesem Fall der Stadtbibliothek Wetzikon. Im Zuge dieses Wachstums soll auch diese von heute 30000 Medien auf 40000 Medien vergrössert werden. Für diese Medien soll eine Nutzfläche von 900m2 zur Verfügung stehen, welche im Zentrum Möwen ihren Mantel gefunden hat. Es ist ein idealer Ort für die neue Stadtbibliothek. Nebst der zentralen Lage in Oberwetzikon und der öffentlichen Zugänglichkeit ist es auch architektonisch eines der wertvollsten Gebäude in Wetzikon. Sämtliche Rahmenbedingungen werden für den Einbau durch dieses Gebäude erfüllt oder können erweitert werden: Rollstuhlzugänglichkeit, Minergiestandard und Brandschutz.
Die Stadt übernimmt die Räumlichkeiten im 1.Obergeschoss im Rohbauzustand. Alle Anpassungen wie Rückbau oder Brandabschottungen werden vom Eigentümer übernommen unter der Führung des Architekten- Teams.

Projekt

Die neue Bibliothek ist in vier Nutzungen gegliedert: Empfangshalle, Multifunktionsraum, Medienräume und Büroräumlichkeiten. Bis auf das Büro für die Mitarbeiter sind alle Nutzungen offen zueinander verbunden.
Über die Empfangshalle tritt man in die Medienräume ein. Diese enthält nebst der Empfangstheke eine offene Garderobe (mit 40 Schlüsselboxen integriert) sowie 7 PC-Arbeitsplätze. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit für kleinere Themenausstellungen entlang der Garderobenwand. Fliessend zum Eingangsbereich folgt die Bibliothek. Diese ist in zweierlei Hinsicht gegliedert worden. Einmal in Nutzungsgruppen: Kleinkinder, Kinder und Jugend, Young People und Erwachsene, und einmal nach Nutzungsart. Sämtliche Aufenthaltsmöglichkeiten wurden entlang dem Innenhof oder entlang der Aussenfassade angeordnet. Nebst der Empfangstheke befindet sich ein weiterer Info-Point in der Bibliothek.
Zentral zum Innenhof befindet sich der Multifunktionsraum, welcher als Hauptnutzung für mobile Tröge (für DVD, Hörbücher, Spiele) zur Verfügung steht. Dieser Bereich kann als Veranstaltungsraum umgenutzt werden und bietet für ca. 80 Personen Platz.

Die Stadt gewinnt mit der Integration der Bibliothek im Zentrum Möwe einen qualitativ optimalen Standort, welcher mit Zusatzmassnahmen auch den ökologischen Aspekten genügt.

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Lok- Remise, Uster 2007

Die Lok-Remise wurde nach sehr kurzer Benutzung 1856-57 mehrfach umgenutzt. Nun konnte sie wieder ihrer ursprünglichen Nutzung zugeführt werden. Der Dampfbahnverein Zürcher Oberland remisiert und restauriert hier seine Dampflokomotiven.

Die Renovation erfolgte in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege. Die Tore konnten auf Grund der Pläne von 1856 rekonstruiert werden.

Die ursprüngliche Farbgestaltung wurde am Bau abgenommen und wieder hergestellt.

Das Gebäude beinhaltet 2 Wohnungen, 5 Lok-Stände mit 3 Gruben, mechanische Werkstatt, Garderoben, Büro und Aufenthaltsraum / Schulungsraum.

Ausführung: 1993/94, zweite Etappe 2006-2007.

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Kirchenzentrum St. Andreas, Uster 2006

Ausgangslage

Die katholische Kirchgemeinde Uster beabsichtigte das Kirchenzentrum St. Andreas zu sanieren und neue Raumbedürfnisse durch Erweiterungen zu realisieren. Das Zentrum wurde 1962 bis 1967 durch den Architekten André M. Studer aufgrund eines Wettbewerbes in 2 Etappen gebaut. Die Stadt Uster beabsichtigt das Kirchenzentrum ins Inventar für schützenswerte Bauten aufzunehmen. Unter dieser Prämisse stand auch der Sanierungs- und Erweiterungswettbewerb den wir, Architekten Hirzel, für uns entscheiden konnten.

Projekt

Die Eingliederung der zusätzlichen Räume in die bestehende Anlage und Umgebung ist mit kleinsten Veränderungen gelungen. Die Lösung mit einem Solitärbau für den neuen Mehrzweckraum hat die Jury-Mitglieder überzeugt. Die Setzung an die Südost-Ecke des Zentrums, die niveaugleiche Anbindung an die heute bestehenden Jugendräume lässt eine grosse Flexibilität zu; sei es durch Integration aber auch durch völlig autonome Nutzung ohne Einbindung ins Zentrum.
Heikel war die Positionierung des Lifts (4). Mit nur einer Anlage musste die Rollstuhlgängigkeit für die verschiedenen Nutzungen wie Kirche, Saal, Kirchgemeindehaus, Pfarramt gewährleistet werden. Der zentrale Ort verlangte eine speziell sorgfältige Einfügung in den Gesamtkontext. Die gewünschte Saalküche ist, von aussen unsichtbar, unter dem Kirchenvorplatz angeordnet worden. Die campusartige Anlage lebt von verschiedenen hofartigen Plätzen, die durch grosse Freitreppenanlagen verbunden werden. Mit dem Mehrzweckraum ist ein neuer „Hof“ geschaffen worden.

Durch bewusste Abgrenzung, Materialisierung, Möblierung konnte der Hauptplatz (3) mit geschützten Platanen wieder seinem ursprünglichen Zweck der Begegnung zurückgeführt werden.

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Stammtisch

Umbau Restaurant Krone, Wetzikon 2006

Im Januar 2006 haben wir mit dem Umbau der Liegenschaft Krone, im Besitz der Politischen Gemeinde Wetzikon, begonnen. Der Auftrag umfasste die Sanierung des Altbaus, Restaurant, Saal, Wirtewohnung und Personalzimmer im Dachgeschoss inkl. die Restaurantküche im Neubau. Ein grosses Anliegen war, das vor dem Umbau eher dunkle Restaurant aufzuhellen und offener zu gestalten. Um dies zu erreichen, wurde die Wand zum Hirschenstübli sowie der dunkle Windfang abgerissen. Auch die Buffetanlage passte nicht mehr in ein neues Restaurantkonzept und wurde ebenfalls entfernt. Nun hatten wir einen fast leeren Raum für die Neugestaltung.

 

Die Idee war, die neuen Raumelemente auch als neu zu zeigen und keine Angleichung an das Bestehende zu erzeugen. Es soll symbolisch zeigen, dass das alte „unangetastet“ bleibt und die neuen Elemente einfach in den Raum gestellt wurden. So zeigen sich nun die neue Buffetanlage und der Windfang in den Farben Rot für Boden, Wand, Decke und schwarz für die Einbaumöbel, während die alte Decke und die Wände in neutralem weiss gehalten werden. Um mit dem Windfang nicht den schönen offenen Raum wieder zu zerstören, wollten wir ihn möglichst transparent. Durch die grossen Glasscheiben entsteht wohl ein geschlossener Raum, die Durchsicht bleibt jedoch vorhanden.

 

Probleme bereitete die niedrige Raumhöhe, insbesondere für eine optimale Beleuchtung. Indirekte Beleuchtung von den Wänden an die Decke mussten wir ausschliessen, so kam nur die jetzige Lösung mit einer diskreten Deckenleuchte in Frage.

 

Das eigentliche Herzstück eines Restaurants, die Küche, wurde räumlich belassen, die Geräte wie Kochherd und Abwaschmaschine aber den heutigen Anforderungen und Bedürfnissen des Pächters angepasst.

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Innenraum
Kopie von Wetzik_D (Medium)

Personalrestaurant GZO, Wetzikon 2001

Nicht nur in die Architektur sondern auch ins Energiekonzept wurde viel Zeit investiert. Als erstes Spital-Personalrestaurant der Schweiz wurde es für den erreichten Minergie-Standart ausgezeichnet. Grundgedanke war, den Energieverbrauch drastisch zu reduzieren um damit indirekt die Behaglichkeit und Gesundheit zu steigern und das Schadensrisiko zu vermindern.

Darum haben wir den verschiedenen Bauelementen spezielle Aufmerksamkeit geschenkt. Die Fenster weisen je nach ihrer Sonnenausrichtung verschiedene Dämmwerte auf. Der Boden ist ebenfalls sehr gut gedämmt. Wichtig dabei war, dass die Dämmung unterhalb der Bodenplatte zu liegen kam, damit diese als Speicher aktiviert werden kann. Das begrünte Dach weist einen überduchschnittlichen U-Wert auf. Der Akustik wurde Rechnung getragen indem man Akustiktrapezprofile mit Kieselsteinen gefüllt hat. Diese Brechen einerseits den Schall, andererseits dienen sie als zusätzliche Speichermasse. Zusätzlich ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung integriert, die das verlustreiche Lüften über die Fenster überflüssig macht. Die Beschattung und Verdunkelung ist ebenso wichtig wie die Lüftung. Mit diesen Elementen wird die Überhitzung der Speicher verhindert. Mehrjährige Erfahrungen mit dem Neubau zeigen, dass durch die gute Dämmung und die grossen Speicherflächen die Temperatur im Innern sehr konstant bleibt. Durch die enorme Dämmung entstehende Amplitudendämpfung wie auch Phasenverschiebung tragen zum angenehmen und gesunden Klima im Innern bei.

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Raiffeisenbank, Uster 2000

Ausgangslage

Das Geschäftshaus an prominenter Lage an der Ecke Bahnhofstrasse / Bankstrasse in Bahnhofsnähe ist ein typischer Zeuge der 70er Jahre.
Aussen prägt eine braune Metallverkleidung die Fassade. Beige Bodenplatten, braune Plättli in den Nasszellen, braune Türzargen, orange Türblätter und beige Teppichböden machten die mit spärlichem Tageslicht versorgten tiefen Räume nicht gerade sehr einladend.

Vorgehen/ Gestaltung

Zuerst wurden durch das Ausräumen des Innenausbaus (ausgenommen Tresoranlage) die drei Stockwerke praktisch zurück in den Rohbau gestellt. In Zusammenarbeit mit dem Innenarchitekten Victor Pigagnelli planten wir eine helle, einladende Bank. Dank technischer Einrichtung und geschlossenen Geldausgabegeräten konnte die Schalterhalle sehr offen gestaltet werden. Durch die Kombination von Arbeits- und Showbeleuchtung erhielten die tiefer im Raum liegenden Arbeitsplätze und Schalterkorpusse eine angenehme Atmosphäre.

Die Bank wird über einen roten Teppich betreten. Für wichtige Persönlichkeiten wird immer der rote Teppich ausgerollt, für die Bank sind alle Kunden wichtige Personen.

Nebst viel Weiss wurden mit dem roten Teppich, der blauen Wand und einem neckischen, orangefarbenen Sitzmöbel in der Eingangshalle Farbtupfer in den Firmenfarben der Bank gesetzt. Die zwei Helligkeitsstufen der Bodenbeläge übernehmen die geometrische Form der verschiedenen Deckenhöhen.